BioCache - Das Projekt

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biocache: Lernpfad Vechta ist ein Lern- und Umweltprojekt, das durch die Zusammenarbeit der Initiative Vechta e.V. – Verein für Stadtmarketing und dem Fach Biologie (Prof. Dr. N. Pütz) und der Pädagogischen Psychologie (Prof. Dr. M.K.W. Schweer) entstanden ist. Gefördert wird dieses Forschungsprojekt von der Deutschen Bundestiftung Umwelt (DBU), der Universität Vechta und der Stadt Vechta.

Ein Kernbestandteil des Projekts – dessen offizielle Bezeichnung „Umwelt erleben. Nachhaltige Förderung sozioökologischer Kompetenzen in settings situierten Lernens“ lautet – ist die Erstellung eines Umweltlernpfads in der Stadt Vechta. Die Vorgehensweise ist dabei lehr- und lernorientiert. So arbeiten Schulklassen mit engagierten Bürgerinnen und Bürgern aus verschiedenen Berufsgruppen und Institutionen zusammen. Durch die gemeinsame Konstruktion einzelner ökologischer Stationen (z.B. Entsiegelung, Windenergie, Lärmschutz u.a.m.) wird Bildung für nachhaltige Entwicklung praktisch erfahren und dadurch bei Schülerinnen und Schülern aufgebaut und gefestigt.

biocache: Lernpfad Vechta ist ein Projekt der Umweltbildung und integriert moderne fachdidaktische Ansätze wie Realbegegnung und Lernen im Kontext. Durch den lebendigen Austausch von ökologischem Wissen kann erwartet werden, dass die beteiligten Schülerinnen und Schüler bei der Entwicklung ökologischer und sozialer Handlungskompetenz nachhaltig gefördert werden. Beabsichtigt ist sowohl eine Wissenssteigerung von Schülerinnen und Schülern im Bereich Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) als auch Steigerung der Motivation und damit verbunden eines Engagements im Sinne von Nachhaltigkeit.

Die Entwicklung und Fertigung der einzelnen Stationen von biocache: Lernpfad Vechta ist mit Haupt- und Förderschulklassen der Stufen 8 bis 10 sowie von zwei Berufsschulklassen durchgeführt worden. Die stete Kommunikation mit Vertretern verschiedener Berufsgruppen sowie der konstruktive, produktorientierte Ansatz lassen erwarten, dass neben der Förderung einer Kompetenz für Bildung für nachhaltige Entwicklung auch Konfliktlösekompetenzen in diesen Schülergruppen gesteigert werden kann. Mittels einer Längsschnitt-Evaluation soll geprüft werden, inwieweit sich die mit der Thematik verbundenen Kompetenzen bei Schülerinnen und Schülern (Lernende im Prozess der nachhaltigen Bildung) entwickeln.

Ein weiteres Ziel des Projekts ist Vertrauensbildung. Vertrauende Schülerinnen und Schüler schätzen ihren eigenen Lernfortschritt positiver ein, sie fühlen sich am Unterrichtsgeschehen stärker beteiligt und zeigen mehr Freude am Unterricht. Insbesondere unter sozial benachteiligten Schülerinnen und Schülern spielt die positive Wahrnehmung und Bewertung des eigenen Lernprozesses in der Verbindung mit dem Vertrauen in die Lehrkraft eine entscheidende Rolle zur Partizipation am Unterrichtsgeschehen, da wesentliche motivationale Voraussetzungen der Unterstützung aus dem Elternhaus fehlen können.

Ein letzter Kernbestandteil des Projekts ist seine Produktorientierung. Bei erfolgreicher Umsetzung entsteht ein Lehrpfad, der von der Bevölkerung genutzt und durch die Integration bestehender Stationen ausgebaut wird.